German Angel - Zusammen im Quartier

Projektbeschreibung

In Nordrhein-Westfalen gibt es bei der räumlichen Verteilung von Armut sowohl deutliche regionale als auch signifikante innerstädtische Unterschiede. In den benachteiligten Stadtteilen leben vorwiegend Menschen, die ein sehr geringes Einkommen haben und von der gesellschaftlichen Teilhabe in vielen Bereichen ausgeschlossen sind. Hartz IV-Leistungen sind dort der Regelfall. Besonders betroffen von dieser Situation sind Kinder und Jugendliche.

Materielle Armut kann zu vielfältigen Mangelerscheinungen führen und beeinträchtigt das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Ihre Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten sind eingeschränkt und mittel- bis langfristig ist mit negativen gesamtgesellschaftlichen Folgen zu rechnen.

Im Zuge des Aufrufes „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ – des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, setzt die German Angel Initiative gUG an ausgewählten Schulen in besonders von Armut gekennzeichneten Bezirken ein neues Modellprojekt um.

Das Modellprojekt besteht im Wesentlichen aus 5 Kernmaßnahmen:

1. Einem Training mit dem Thema: „Identität, Gewaltprävention und Zivilcourage“

2. Einem 1-zu-1 Coaching-Programm mit ehrenamtlichen Mentoren

3. Einem Training zur Deeskalation und Selbstbehauptung

4. Individuelle, gezielte Förderung nach Curriculum mit Achtsamkeitstraining

5. Einem Teacher Assistant-Programm

Besonders im Fokus steht die Begleitung und Unterstützung in der Schuleingangsphase und der Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule sowie die Vermittlung von Fähigkeiten, mit denen Kinder in die Lage versetzt werden, langfristig, eigenständig Probleme richtig zu erkennen und Lösungsstrategien umzusetzen: „Hilfe zur Selbsthilfe“

Alle Angebote richten sich an die Zielgruppen Kinder und Jugendliche aus Haushalten, die zur Mindestsicherung auf öffentliche Unterstützungsleistungen angewiesen sind. Die Fördermaßnahmen sind für Schulen und Eltern kostenfrei. Die Auswahl der Förderkinder und der detaillierte Unterstützungsbedarf werden mit Schulleitung, Lehrern und Lehrerinnen sowie Eltern abgestimmt. 

Damit dieses Projekt dauerhaft und kosteneffizient durchgeführt werden kann, arbeiten wir unter anderem mit Studierenden der umliegenden Universitäten, die sich ihren ehrenamtlichen Einsatz im Studium in Form von Leistungspunkten und Praktika anrechnen lassen können.


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